Ein Wasserfall aus Dinosaurierzeiten – Tagebuch #9

Tadaa, wir leben doch noch! Hier kommt unser Tagebuch #9.

Als wir endlich nach langer, langer Fahrt in Da Lat angekommen waren, überkam uns fast ein Schock: Lag es am Fieber oder wieso ist es hier so kalt? Aber nein, hier herrschen wirklich «nur» 26°C! Da Lat selber ist eine sehr hübsche kleine Stadt. Viel Grünfläche, Häuser im französischem Baustil, ein See und sogar so etwas wie ein kleiner Eiffelturm. In dieser Region hat der Vietnamkrieg erstaunlicherweise aber nicht gewütet. Dies, obwohl rund um Da Lat herum der Krieg seine Spuren gezeigt hat.

Da unser Fieber sich nicht senken wollte, wir langsam an Malaria dachten und wir sowieso versichert sind, gingen wir erstmals ins Krankenhaus. Dort wollten die mal so richtig Geld machen: Endoskopie der Nase (wegen Erkältung!), Antibiotika, Antiseptikum, verschiedene Entzündungshemmer, Allergie-Medikamente, Vitaminpillen und Bluttests … Nachdem wir das meiste abgelehnt hatten, machten sie uns immerhin einen Bluttest und fanden einen bakteriellen Infekt. Halb so wild also. Trotzdem waren wir beruhigt und konnten uns in Da Lat gut erholen.

motorrad

Als wir wieder komplett fit waren, konnten wir nun endlich Sightseeing machen! Wie immer mieteten wir uns einen Roller und dann ab in die Pampa. Nach 2 Stunden Fahrt befanden wir uns beim Pongour-Wasserfall. Da dieser mit öffentlichen Transportmitteln nur sehr schwer zu erreichen ist, waren wir dementsprechend praktisch alleine. Nach einem 5-minütigen Spaziergang durch den Wald begleitet vom ohrenbetäubenden Lärm der Zikaden, standen wir dann vor dem Wasserfall. Zuerst waren wir einfach nur sprachlos. Wir kamen uns vor, als wären wir in die Zeit zurückversetzt worden. So circa 2 Millionen Jahre. Es hätte uns wahrscheinlich nicht mal gewundert, wenn ein paar Dinosaurier herumspaziert wären.

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Wir erkundeten lange unsere Umgebung und geniessten die Ruhe der Natur. Als wir dann den 40 Kilometer langen Rückweg auf uns nahmen, merkten wir, dass wir keine Sonnencreme eingeschmiert hatten. Leider sahen wir da schon aus wie frische Hummer und jede Rettung kam zu spät. Circa 10 Minuten vor Da Lat machten wir nochmals einen Stopp. Wir gingen zu einem weitaus bekannteren und teureren Wasserfall, dem Datanla-Wasserfall. Entweder man nimmt den 15 Minuten lagen Abstieg auf sich oder man fährt mit der etwas teureren Rodelbahn bis hinunter. Den Spass liessen wir uns natürlich nicht entgehen!

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Der Wasserfall selbst war eine ziemliche Ernüchterung. Wenn man vorher am Pongour-Wasserfall war, war es hier einfach nur ein überfüllter Platz mit einem vergleichsweise kleinen Wasserfall. Wegen der vielen Touristen konnte man nicht mal ein anständiges Foto machen. So gingen wir auch schon bald wieder zurück zum Hostel, um unsere Weiterreise nach Nha Trang zu organisieren.

Fazit: Es lohnt sich praktisch immer etwas mehr Nachforschungen anzustellen und nicht direkt die typischen Touristenattraktionen zu machen. Der Pongour-Wasserfall war ein Geheimtipp und hat sich auch gelohnt. Da Lat war eines unserer Highlights in Vietnam und für jeden empfehlenswert, egal ob Backpacker oder Pauschalreisender!

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